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Bessere Startbedingungen für Haftentlassene

Verantwortlicher Autor: Öff. i. B. S. - Sebastian Gerber Sachsen-Anhalt, 06.08.2017, 15:04 Uhr
Presse-Ressort von: Sebastian Gerber Bericht 5438x gelesen

Sachsen-Anhalt [ENA] Bessere Startbedingungen für entlassene Strafgefangene ist das Ziel einer Kooperationsvereinbarung, die Justizministerin Anne-Marie Keding, Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne und weitere Vertreter am Mittwoch in der JVA Burg unterzeichnet haben. Bereits Monate vor der Haftentlassung sollen Gefangene auf die Zeit nach der Haft vorbereitet werden. Dabei soll ihnen vor allem eine berufliche Perspektive gegeben werden.

Mit der Kooperation sollen für die Gefangenen zum Zeitpunkt der Entlassung die Voraussetzungen für eine funktionierende Wiedereingliederung in die Gesellschaft geschaffen sein. Die zentralen Themen hierfür sind Wohnung und Beruf. Dafür sollen auch Beratungen der Agentur für Arbeit in den Justizvollzugsanstalten angeboten werden. Zudem werden die Sozialdienste der Anstalten geschult.

Eine entsprechende Vereinbarung besteht seit 2013 schon mit der Jugendanstalt Raßnitz. "Jede gelungene Resozialisierung bringt der Gesellschaft mehr Sicherheit und weniger Kriminalität. Je schneller die Wiedereingliederung gelingt, um so besser sind die Erfolgschancen. Alleine kann der Strafvollzug das aber nicht leisten, das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe", so Anne-Marie Keding in einer Mitteilung des Justizministeriums Sachsen-Anhalt.

Petra Grimm-Benne: "Ich bin froh, dass es gelungen ist, diese Kooperationsvereinbarung zu schließen. Wenn Strafgefangene aus der Haft entlassen werden, müssen sie in der Gesellschaft neu Fuß fassen. Das Leben von einem Tag auf den anderen wieder in die eigenen Hände zu nehmen, stellt für sie eine große Herausforderung dar. Der Übergang in die Freiheit ist gut vorzubereiten. Zum Zeitpunkt der Entlassung sind darum die Voraussetzungen für eine reibungslose und geordnete Integration in die Gesellschaft zu schaffen. Dazu gehört, neben der Sicherstellung von Unterkunft und Sozialleistungen, eine Anlaufstelle zur beruflichen Integration. (...)"

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