Dienstag, 25.09.2018 19:59 Uhr

Berufliche Qualifizierung von Gefangenen wird gefördert

Verantwortlicher Autor: Öff. i. B. S. - Sebastian Bauer Schleswig-Holstein, 30.06.2018, 11:20 Uhr
Presse-Ressort von: Sebastian Bauer Bericht 5598x gelesen

Schleswig-Holstein [ENA] Justizministerin Sabine Sütterlin-Waack hat am Montag in der Justizvollzugsanstalt Lübeck Zuwendungsbescheide für die Jahre 2018 und 2019 über jeweils gut 1,7 Millionen Euro an den TÜV NORD Bildung übergeben. Die Fördermittel werden für die Bereitstellung von 189 Plätzen in beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen an den Vollzugsstandorten Neumünster, Lübeck und Kiel bewilligt.

"Es ist Aufgabe und erklärtes Ziel des Justizvollzuges, Gefangene auf ein Leben in Freiheit ohne Straftaten in sozialer Verantwortung vorzubereiten", so die Ministerin in einer Mitteilung des schleswig-holsteinischen Justizministeriums. "Gefangene verfügen meist über einen geringen Bildungsstand, nur sehr wenige haben eine abgeschlossene Berufsausbildung, die meisten noch nicht einmal einen Schulabschluss. Qualifizierung aber ist der Schlüssel für den Arbeitsmarktzugang. Um diese Chancen zu erhöhen und die Rückfallwahrscheinlichkeit zu senken, investieren wir in die schulische und berufliche Qualifizierung im Vollzug. Wir investieren in eine eigene Schule, eigene Betriebe und in Qualifizierungsbereiche externer Bildungsträger. (...)"

Schulische und berufliche Qualifizierungsangebote sind unabdingbarer Bestandteil des Behandlungsvollzugs. Dabei werden sowohl die Fähigkeiten und Potentiale der Zielgruppe als auch die Bedarfe des Arbeitsmarktes, in den später integriert werden soll, berücksichtigt. Im schleswig-holsteinischen Justizvollzug besteht ein breites Angebot von schulischen und beruflichen Qualifizierungsangeboten für Gefangene. Das Spektrum reicht von Schulkursen über berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen und berufliche Teilqualifizierungen in verschiedenen Gewerken über EDV Kurse bis hin zur Vollausbildung.

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